Goodbye, my friend…

In zwei Tagen wäre Tam­Tam genau 10 Jah­re alt gewor­den und der dafür schon im Vor­feld ver­fass­te Bei­trag war zur Ver­öf­fent­li­chung bereit. Nach sehr kur­zer und dafür umso hef­ti­ge­rer Krank­heit hat Tam­Tam sei­nen Kampf gegen einen Peri­kar­der­guss ver­lo­ren, resp. es muss­te eine Ent­schei­dung getrof­fen wer­den…

Ich weiss noch als ob es ges­tern gewe­sen wäre, als ich kon­tak­tiert wor­den war, ob ich denn Inter­es­se an einem Bern­har­di­ner Hund hät­te, der gegen ein gutes Zuhau­se abge­ge­ben wer­den soll­te. Die­ser leb­te damals jedoch in Frank­reich. Ein Blick auf die Stras­sen­kar­te und der Ent­schluss war gefasst, trotz­dem nach Diou zu fah­ren.

Dort ange­kom­men, fand ich einen Bern­har­di­ner vor, der von Erzie­hung im bes­ten Fall mal theo­re­tisch was gehört hat­te. Zudem war er etwas aus dem Leim gera­ten (mit 15 Mona­ten!!) aber der Gute zeig­te der­mas­sen viel Mensch-Ori­en­tiert­heit, wie man es sich nur erträu­men konn­te. Der Ent­schluss war schnell gefasst und Moo­g­lie (so hiess Tam­Tam ursprüng­lich) ist am 16. Dezem­ber 2017 bei mir und Xan­dy ein­ge­zo­gen.

Ers­te Begeg­nung mit Tam­Tam

So toll und sanft er im Umgang mit Men­schen war, so her­aus­for­dernd waren für ihn jeg­li­che Begeg­nun­gen mit frem­den Hun­den. Wie soll­te er es auch kön­nen, da er in sei­nem ers­ten Lebens­jahr haupt­säch­lich sei­nen Nach­bars­hund ange­bellt hat und dies sei­ne täg­li­che Haupt­be­schäf­ti­gung war.

Sel­ten habe ich einen so hoch­sen­si­blen Hund erlebt, wie er es war und schnell konn­te ich ihn in den tier­ge­stütz­ten Inter­ven­tio­nen ein­set­zen. Da hat er bis ins hohe Alter einen wahn­sin­nig tol­len Job gemacht. Sei­ne extrem lie­bens­wür­di­ge Art und sei­ne Sanft­mü­tig­keit haben immer ver­ges­sen las­sen, wenn er mal dem einen oder ande­ren Pati­en­ten auf den Fuss getre­ten ist.

Heu­te mor­gen habe ich fest­ge­stellt, dass mit ihm irgend­et­was nicht stimm­te, sein Bauch hat sehr schnell an Umfang zuge­nom­men. Der ers­te Gedan­ke war, dass viel­leicht eine Magen­dre­hung für sei­nen Zustand ver­ant­wort­lich sein könn­te. Aber dafür fehl­ten die klas­si­schen Merk­ma­le und Ver­hal­tens­wei­sen.

Eine Not­fall­kon­sul­ta­ti­on inkl. Rönt­gen beim Tier­arzt haben kei­nen kon­kre­ten Befund erge­ben, jedoch wur­de eine Magen­dre­hung defi­ni­tiv aus­ge­schlos­sen.

Erst der Ultra­schall hat ans Licht gebracht, dass Tam­Tam an einem Peri­kar­der­guss lei­det. Auf­grund des­sen hat sein Herz gepumpt, als wür­de er einen Mara­thon lau­fen, ohne jedoch genug Sau­er­stoff in den Blut­kreis­lauf brin­gen zu kön­nen. Die Pro­gno­sen auf eine Hei­lung waren aus­ser­or­dent­lich schlecht und so haben wir schwe­ren Her­zens den Ent­schluss gefasst, Tam­Tam über die Regen­bo­gen­brü­cke gehen zu las­sen.

Tam­Tam ziert das Logo von Koni.dog. Er wird also sowohl in mei­nem Her­zen (und in den Her­zen all derer, die ihn gekannt haben) wei­ter­le­ben als auch als Mas­kott­chen von Koni.dog unver­gess­lich blei­ben.

Ich wün­sche ihm, dass er bereits zu Xan­dy gefun­den hat, mit der er sich präch­tig ver­stan­den hat­te.

Good­bye, my fri­end…

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