Herzlich willkommen im Team

Wie jedes Jahr las­se ich mei­ne Hun­de, wel­che im Bereich der tier­ge­stütz­ten Inter­ven­tio­nen ein­ge­setzt wer­den, auf Herz und Nie­ren über­prü­fen. Dabei bleibt es nicht beim rei­nen medi­zi­ni­schen Test, son­dern es wird zusätz­lich ein soge­nann­ter Wesens­test durch­ge­führt.

Um was geht es? Anläss­lich der tier­ge­stütz­ten Inter­ven­tio­nen tref­fen Hund und Mensch zwangs­läu­fig auf­ein­an­der. In aller Regel lau­fen die­se Begeg­nun­gen ohne jeg­li­che Zwi­schen­fäl­le und im Opti­mal­fall sehr posi­tiv für Mensch und Hund ab.

Eigent­lich könn­te man jetzt den vor­lie­gen­den Bericht been­den, da ja alles glatt läuft. Das wäre etwas gar ein­fach, denn die Rea­li­tät sieht aus Sicht Hund hie und da etwas anders aus. War­um?

Wäh­rend den Ein­sät­zen kann es vor­kom­men, dass die Hun­de durch die zu besu­chen­den Per­so­nen nicht immer so ange­fasst wer­den, wie es eigent­lich sein soll­te. Es gibt jene Per­so­nen, die die Hun­de (aus Sicht Mensch) freund­schaft­lich abklop­fen, die ande­ren tät­scheln den Kopf und drit­te wie­der­um machen dem Hund auf sons­ti­ge Art und Wei­se Druck, usw. Oder dem Hund kann aus ande­ren Grün­den in der Situa­ti­on nicht wohl sein.

Ein Hund mit einem star­ken Ner­ven­kos­tüm und wel­cher sehr mensch-bezo­gen ist, tole­riert die­se Situa­tio­nen gross­zü­gig und lernt mit der Zeit, dass Mensch halt manch­mal ein etwas merk­wür­di­ges Ver­hal­ten an den Tag legt. Dass die Hun­de dies akzep­tie­ren, ist ihnen hoch anzu­rech­nen.

Das sind dann genau die Momen­te, in denen der Hun­de­füh­rer den Hund aus die­sen Situa­tio­nen dis­kret befrei­en soll.

Ein gut aus­ge­bil­de­tet Hun­de­füh­rer erkennt sol­che Situa­ta­tio­nen sofort, ist auf sei­nen Hund fokus­siert und han­delt vor­aus­schau­end. Das heisst, er unter­stützt sei­nen Hund bei sei­ner Arbeit. Und in aller Regel geht der Hund dann wie­der von selbst auf die Per­son zu.

Dies zeigt auch, wie aus­ge­prägt die Hun­de grund­sätz­lich die Fähig­keit haben, sich der Spe­zi­es "Mensch" anzu­pas­sen. Die­se Eigen­schaft ist gene­tisch hin­ter­legt, ger­ne ver­wei­se ich dies­be­züg­lich noch­mals auf eine Stu­die, wel­che von Natio­nal Geo­gra­phic ver­öf­fent­licht wor­den ist.

Nina ist selbst­ver­ständ­lich noch kein kom­plett aus­ge­bil­de­ter Sozi­al­hund, ist aber auf dem Bes­ten Weg dazu. Das hat der erwähn­te Wesens­test bestä­tigt. Und sie wird wei­ter­hin sorg­fäl­tig auf ihre zukünf­ti­ge Auf­ga­be hin vor­be­rei­tet.

Herz­lich will­kom­men im Team, Nina, und schön, dass Du uns in unse­rer sehr span­nen­den Arbeit unter­stüt­zen kannst.

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